Geo-Arbeitsagentur

Einen sehr kreativen Weg der Mitarbeitersuche hat sich Babby1976 auf Xing ausgedacht: Sie sucht einen Programmierer, der in der Lage ist, einen (wörtlich) „Algo“ (Anm. Algorhytmus, also eine Formel zur Lösung eines Problems/einer Aufgabe) zu programmieren.
Mithilfe dieses selbst erstellten Algorhytmus soll es dann möglich werden, einen Multicache zu finden. In dem Listing wird nichts davon zu lesen sein, dass es sich um eine Recruiting Maßnahme handelt, dass wird der Geocacher erst durch einen Hinweis im Final erfahren – er wird also aufgrund seiner Fähigkeiten von der Stellenausschreibung überrascht. Der neue Mitarbeiter soll sich also seine Stellenausschreibung erarbeiten.

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Das die Mitarbeitersuche ohne Zweifel seriös ist, erkennt man bereits an dem Nickname des Researchers und natürlich auch an der Art und Weise, wie die Stellenausschreibung übermittelt wird – nämlich durch eine Art „toter Briefkasten“ in Form eines Geocaches.

Diese Art der Mitarbeitersuche dürfte überaus kreativ und effizient sein. Daher sind auch andere Berufe vorstellbar, für die diese Art des Recruitings interessant ist (aufgrund der vielfältigen Varianten, werden stellvertretend nur die interessantesten Möglichkeiten aufgezeigt):

  • Zukünftige Vorstandsvorsitzende großer deutscher Bahn Unternehmen oder deutscher Großbanken könnten Arbeitsproben abliefern, indem sie ein Muster-Kündigungsschreiben für tausende zu entlassende Mitarbeiter im Cache deponieren.
  • Aspiranten für den Posten als Markleiter großer Supermärkte könnten ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen, indem sie den die Dose in einen Webcam Cache umwandeln und somit alle zukünftigen Bewerber per Video ausspionieren.
  • Mitarbeiter aus nukleartechnischen Betrieben könnten Proben von Brennelementen in Caches platzieren um auf diese Art zu dokumentieren, dass sie den sicheren Umgang mit strahlendem Material beherrschen (das Gleiche Verfahren könnte auch auf Mitarbeiter aus biologischen Hochsicherheitslaboren angewendet werden).

Das System wäre auch für Privatiers in etwas anderer Form vorstellbar:

  • Angestellte von schweizerischen und liechtensteiner Banken könnten die an deutsche Behörden zu verkaufenden CDs, mit Datenmaterial zu schwarzen Konten, in einem Cache platzieren. Um ein Wiederfinden des Caches für die deutschen Beamten zu ermöglichen, sollte es jedoch möglichst nur ein schlecht getarnter Traditional sein.

Anhand dieser kurzen exemplarischen Aufstellung kann man zweifellos erkennen, daß Babby1976 mit dieser Mitarbeiterauswahl der ganz große Wurf gelungen ist. Damit dürfte sie für die Wahl des Recruiter des Jahres 2011 bereits jetzt uneinholbar an die Spitze gestürmt sein.

Als Nachtrag sei noch erwähnt, dass ein Geocacher aus dem norddeutschen Raum bereits seine Absicht bekundet hat, sich nicht auf diese Stelle zu bewerben – Schade, daß könnte eine verpaßte Chance sein.

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2 Responses to Geo-Arbeitsagentur

  1. Ohne den verlinkten Beitrag gelesen zu haben, die Idee ist doch so etwas von 2010…

    1&1 hat es im Sommer 2010 erfolgreich vorgemacht, wie eine solche Recruiting-Aktion laufen kann. Mehr dazu unter

  2. mo-cacher says:

    Seit wann werden in Deutschland Leute gesucht die was können? Den Algo kriegt jeder abgebrochene Informatik-Student hin der trotzdem keinen Job bekommt.

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