Das Spiel der Großväter

Die kleinen Finger tasteten blind umher, gruben im Erdreich, fühlten eine Wurzel, aber sie fanden nichts – vorerst nicht. Es musste hier sein, er hatte es gesehen, irgendetwas war dort verborgen. Er manövrierte seine inzwischen erdverschmutzte Hand in eine andere Position, drehte sie leicht und jetzt spürte er es. Es fühlte sich kühl und fest an. Er drehte es behutsam zog es wenige Millimeter zurück, schob es wieder vor. Langsam, ganz langsam konnte er es im Erdreich bewegen – es begann sich zu lösen.

“Was machst du da?” hörte er die tiefe Stimme hinter sich. Er erschrak, so wie er erschrak, wenn er etwas verbotenes getan hatte. Aber er hatte nichts verbotenes getan – oder etwa doch?
“Ich habe etwas entdeckt, hier an der Baumwurzel. Irgendetwas ist hier versteckt”. Der Mann kniete sich neben ihn. “Laß mich mal sehen”. Der Junge ließ es los und zog die Hand zurück. “Bitte Großvater, laß es uns raus holen – BITTE”.
“Nun mal ganz ruhig” sprach der ältere mit seiner sonoren Stimme. Eine Stimme, die den Jungen schon so häufig beruhigt hatte, wenn er mal wieder mit dem Fahrrad gestürzt war und sein Knie blutig aufgeschlagen war. Oder wenn ihn die größeren Jungs geärgert hatten. Diese Stimme strahlte für ihn eine Ruhe aus, die nur für ihn hörbar war.
“Ich werde sehen, was ich tun kann” sagte der ältere und grub seine großen Hände in das Erdreich. Auf den Jungen wirkte es, als wenn eine Baggerschaufel das Loch aufriss, in dem gerade noch seine kleine Hand steckte.

Der Mann machte ein paar grabende Bewegungen, schob ein wenig von der ausgehobenen Erde beiseite, kratzte mit seinen Fingern, wühlte, und hob immer wieder Erde aus. Er hielt jäh inne und zog die Hände langsam zurück. “Da, den Rest schaffst du alleine” sagte er.
Ein milchig weißer Behälter mit einer blauen Umrandung war nun deutlich zu erkennen. Der kleine sah seinen Großvater mit großen, ungläubigen Augen an “Soll ich wirklich?”.
Der Alte nickte lächelnd und der Junge meinte in seinem Mienenspiel zu erkennen, dass sein Großvater irgendeine Ahnung hätte, was es mit dieser Kunststoffdose auf sich habe.
Schließlich schlossen sich die kleinen Hände um den Behälter. Eine Art Jagdfieber ergriff ihn. Ohne den großväterlichen Beistand hätte er sich wahrscheinlich nie getraut irgendetwas hier im Wald aus dem Boden zu holen.
Aber jetzt wurde er von seiner Neugier angetrieben – nein, er wurde geradezu von ihr getrieben.
Er roch die Erde, es war ein unvergleichlicher Geruch. Erneut berührten die kleinen Finger das Erdreich, er konnte jetzt beidhändig in das Loch greifen. Seine Hände umklammerten den Behälter fest und zogen entschlossen daran. Endlich hielt er die Dose in seinen Händen.
Triumphierend schaute er seinen Großvater an “Und jetzt?” fragte er.
“Mach es auf”, forderte ihn die sonore Stimme auf, ohne das geringste Anzeichen von Hast.

Der kleine klappte die seitlich angebrachten Laschen nach oben und versuchte den Deckel zu öffnen. Der rührte sich jedoch keine Millimeter, schließlich packte der Junge fester zu. Er klemmte die Dose zwischen seine Knie und zog mit aller Kraft weiter.
Jäh hörten sie ein leises Zischen, dann sprang der Deckel so unvermittelt auf, dass der Junge erschrak. Behutsam stellte er den Behälter auf den Boden und sah seinen Beschützer fragend an.
“Greif ruhig hinein und hol alles heraus, was sich darin befindet” munterte dieser ihn auf.
Vorsichtig, geradezu ehrfurchtsvoll holte der Junge die Sachen aus dem Behälter: Ein kleines schwarzes Büchlein mit rotem Buchrücken, einen Schlüsselanhänger, einen Bleistift, ein kleines Püppchen, ein merkwürdiges Schild mit einem noch merkwürdigeren Aufdruck, an dessen Ende eine kleine stählerne Kette durch ein Loch gezogen war. Diese Kette wiederum, war an einer kleinen Figur befestigt. Außerdem fand der Junge noch eine Münze in dem Behälter, die ebenfalls eigenartig aussah, aber den Münzen seines Großvaters ähnelte.

“Opa, was ist das?” fragte er. “Schau in das Buch” antwortete der gefragte.
Der Junge folgte seiner Aufforderung und blätterte das Buch auf LOGBUCH war auf der ersten Seite handschriftlich vermerkt. Auf den nächsten Seiten folgten seltsame Einträge, die jedoch offensichtlich alle von unterschiedlichen Personen verfasst worden waren. Er erkannte es daran, dass die Schriften immer unterschiedlich waren und auch unterschiedliche Stifte verwendet wurden. Er entdeckt auch diverse Stempelabdrücke und merkwürdige Abkürzungen, sowie eigenartige Namen.
Einmal schrieb jemand, der offensichtlich Pupsi07 hieß “TFTC”, ein Stempel zeugte davon, dass ein Freiherr von Caching hier gewesen war und ein andermal war dort von der Tortellini Crew ein sehr langer Eintrag zu lesen gewesen, der damit endete, dass der Cache schnell gefunden war und man sich bedankte.
Überhaupt bedankten sich ohnehin alle – für irgendetwas – bei irgend jemandem.

“Aber was hat das alles zu bedeuten?”.
Der ältere stütze seine linke Hand auf den Boden und drehte seinen Körper, so dass er schliesslich neben dem Jungen auf dem Boden saß.
“Nun, dass ist eine längere Geschichte, setzt dich neben mich”.
Nachdem der Junge der Aufforderung gefolgt war, begann die klangvolle Stimme des Großvaters:
“Ich habe dir doch schon erzählt, dass ich mich gelegentlich mit anderen Sammlern treffe, um meine Münzen zu tauschen – die, die ich in meinem Arbeitszimmer in den schönen Lederalben aufbewahre”. Der Junge nickte und sah seinen Großvater mit großen Augen an, die eine Aufforderung zum weitersprechen formulierten, so, wie ein Verdurstender nach einer Wasserflasche rufen würde.
“Früher haben wir diese Münzen auch schon getauscht, aber nicht nur das – wir haben unsere Münzen auch reisen lassen” fur er mit seiner schönen Bassstimme fort.
Der Blick des Alten war ein wenig entrückt, er schien in die Ferne zu sehen, aber um sie herum standen überall Bäume es gab hier gar keine Ferne.
“Wir hatten damals ein Spiel, dass hieß Geocaching. An schönen Orten versteckten wir unsere sogenannten Container. Das waren manchmal kleine, manchmal aber auch gr0ße Kunststoffdosen oder Metallbehälter. In einsamen Wäldern gab es sogar richtig große Kisten. In allen Behältern waren Logbücher, so wie dieses hier, deponiert”. Mittlerweile hatte der Alte den Kopf leicht angehoben, so als wolle er die Ferne nun in den Wipfeln der Bäume suchen.
“Wir trugen uns in diese Bücher ein, nahmen etwas aus der Kiste, legten etwas anderes dafür hinein und deponierten unsere Münzen” sagte er, wobei seine Stimme inzwischen die Ferne erreicht zu haben schien, die seine Augen suchten.
“Viele Menschen suchten und fanden diese Behälter, verewigten sich in den Logbüchern und tauschten Gegenstände. Wenn wir eine Dose gefunden hatten, gingen wir nach Hause und setzten uns als erstes an unsere Computer. Wir trugen unseren Fund auf einer Webseite ein, auf der man auch nachsehen konnte, wo die Behälter überall versteckt waren”. Inzwischen schienen auch die Augen der Stimme gefolgt zu sein und hatten offensichtlich ihr Ziel erreicht – der alte Mann war in seiner Vergangenheit weit zurück gereist.
„Das Ganze war ein Suchspiel, wir veröffentlichten Koordinaten im Internet, die wir mit GPS Geräten aufsuchten. Dort begannen wir dann mit der Suche nach den Dosen“.

“Und weiter?” fragte der Junge neugierig, der inzwischen von der Geschichte seines Großvaters gefesselt war.
“Nun, es wurden immer mehr Menschen, die diese Behälter versteckten und suchten. Im Wald, in der Stadt, an der Autobahn, auf Brücken. Einige der Verstecke waren nur zu erreichen, wenn man irgendwo hinauf kletterte, oder sich abseilte”.
Der Junge bekam große Augen “Toll!” rief er ganz leise, weiter der Geschichte des Großvaters folgend.
“Ja, toll – dass war es in der Tat” antwortete dieser und fuhr dann fort: “Aber schließlich suchten und versteckten unglaublich viele Menschen diese Behälter. Am Ende waren es einfach zu viele und die Verstecke waren nicht immer klug gewählt. So kam es immer häufiger zu Problemen mit anderen Mitmenschen und Behörden. Schließlich kam es sogar zu Polizeieinsätzen, weil besorgte Anwohner Angst hatten, dass die Behälter gefährlich sein könnten. Und auch in den Wäldern kam es häufiger zu Problemen. Bäume wurden beschädigt, Tiere wurden gestört, einige Mitspieler verhielten sich der Natur gegenüber respektlos. Schließlich passierte, was passieren mußte – unser Spiel wurde verboten”. Seine Stimme war bei den letzten Worten merklich leiser geworden.
“Und dann habt ihr aufgehört es zu spielen” führte der Junge den Satz fort. “Oh nein“, fiel der ältere ein, „nicht sofort. Wir hielten das Verbot für einen Spaß. Als dann aber die ersten von uns mächtigen Ärger mit der Polizei und den Behörden bekamen, wurden wir vorsichtiger. Nachdem aber schließlich tatsächlich einige Mitspieler verklagt wurden und hohe Strafen zahlen mussten, weil sie widerrechtlich Privatbesitz betreten hatten und zusätzlich noch gegen das Spielverbot verstießen, wurden wir immer weniger Spieler”. Seine Stimme verlor noch mehr an Lautstärke und war auch nicht mehr so fest, wie es der Junge gewohnt war.
“Schließlich mussten sogar Leute ins Gefängnis, weil sie die Strafen nicht zahlen konnten, oder einfach weil sie sich gegen die Behörden auflehnten. Ab diesem Zeitpunkt brach das Spiel in sich zusammen. Die meisten der Behälter wurden von den Versteckern eingesammelt, oder wurden irgendwann zufällig von irgend jemandem gefunden und abgegeben oder in den Müll geworfen“. Der alte Mann schien zu schrumpfen, er räusperte sich kurz, dann sah er den kleinen unverwandt an und sagte fast flüsternd: „Das Spiel war zu Ende, wir alle waren die Verlierer”.

Stille – nur das Zwitschern der Vögel war zu hören, ein Specht, weit entfernt ging seiner Arbeit nach und rammte seinen Schnabel unaufhörlich in einen Baum. Millimeter um Millimeter trieb er ihn weiter voran, so wie der kleine Junge es mit seiner Hand getan hatte, als er etwas an einer Baumwurzel sah und es aus dem Erdreich grub.

“Hast du damals auch aufgehört?” fragte der Kleine plötzlich. “Natürlich” erwiderte der Alte müde. „Ich habe damals, wie alle anderen auch, dass Spiel für mich beendet.
Das Einzige was von diesem Spiel übrig geblieben ist, sind die Menschen, die es damals spielten. Einige von ihnen treffen ich heute gelegentlich noch zum Münztausch, dann erzählen wir uns Geschichten von früher”.
Der Alte reichte dem Jungen den Stift aus dem Behälter und forderte ihn auf: “Trag dich in das Büchlein ein, schreib einfach, dass du hier warst und bedanke dich”.
“Warum? Das Spiel wird doch längst nicht mehr gespielt”, fragte er.

Er blickte dem Kleinen fest in die Augen, ein leichter Glanz war in ihnen zu sehen. Seine Mundwinkel zogen sich leicht nach oben und der Großvater sagte mit verschwörerisch flüsternder Stimme: “Das Spiel ist verboten und wird nicht mehr gespielt – offiziell jedenfalls. Aber es gibt wieder einige Spieler. Sie verstehen es mittlerweile, dass Spiel auf eine Art zu spielen, die andere nicht belästigt, den Beteiligten aber trotzdem viel Freude bereitet”. Seitdem gibt es auch keine Probleme mehr. Er zwinkerte seinem Enkel zu. Dann warf er einen Blick in das Logbuch “Der letzte Eintrag liegt bereits viele Jahre zurück. Laß uns alles wieder gut verstecken, in ein paar Wochen werden wir nachsehen, ob noch jemand anderes diese Dose gefunden hat – ich werde die Information verbreiten, dass hier immer noch ein Geocache liegt”.

Sie legten alles zurück in die Dose und verstauten sie wieder gut am Fuße des Baumes. Dann tarnten sie das Versteck mit Blättern und zwei kleinen Ästen.

Schließlich stand der ältere auf und reichte seinem Enkel die Hand, schweigend verließen sie den Wald in exakt der Richtung, in die der Großvater noch vor kurzem gesehen hatte, als er in seine Gedanken versunken war.

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56 Responses to Das Spiel der Großväter

  1. Der Geocräsher says:

    Hoffen wir, dass es nicht soweit kommen wird !
    Aber die Story, die ist der Wahnsinn !!!!!!!
    Da kann man sich nur erfürchtig verneigen…

    • Border says:

      Und in 10 Jahren werden wir sagen: „Wäre diese Geschichte doch ernst genommen worden, hätte ich diese Geschichte doch schon vorher gelesen….“

      • Wo says:

        Tja, eine wundersame Geschichte, wo wir uns wünschen, dass sie ernst genommen würde….

        Doch leider muss ich fürchten, der Einwand mit dem Bösen Erwachen in einigen Jahren lässt sich durch Unvernunft mancher Owner nicht verhindern…..

        Man stellt in seinem Log fest, dass der eine oder ander Cache nicht unbedingt in idealer Weise umweltkonform (150-200m entfernt von sämtlichen Wegen) in einem Natur-/Landschaftsschutzgebiet liegt (Da schützt die nachwachsende Pflanzenwelt auch kein T-Wert von3 !!!)…..

        …..und als Reaktion wird der komplette Log vom Owner kommentarlos gelöscht……

        Wird da Stress mit den Reviewern befürchtet…..

        Wenn mann dann auf diese Geschichte schaut, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie wirklich (durch Unvernunft einiger) leider Wahrheit wird…..

        Manche Caches sollten wirklich mal vor Ort überprüft und dann zwangsarchiviert werden….

        Grüsse von einem Cacherteam, welches langsam Sorge bekommt, wie lange es diesem eigentlich schönen Hobby in der Natur weiterhin nachkommen kann.

  2. JR849 says:

    TFTNS (Thanks for the nice story) 😀

  3. Pingback: Das Spiel der Großväter | COVO LOCO

  4. Tolle Geschichte, mit einem Funken Wahrheit.

  5. chrysophylax says:

    Die ist wirklich schön geschrieben – danke dafür, etwas so gut gut geschriebenes findet man wirklich nur selten unter den xtausend rasch hingeworfenen Kurzblogs um unser Hobby…

    chrysophylax.

  6. diniho says:

    Hi!
    Diese Story sollte in vielen Blogs und Treffpunkten (Twitter, W-K-W, etcpp)veröffentlicht werden, damit der eine oder die andere mal ein wenig wachgerüttelt wird und über sein Verhalten nachdenkt!
    Tolle Geschichte!
    Danke!

  7. TeamMausolf says:

    Eine wunderschöne Geschichte die super geschrieben ist. Ich hoffe nur das ich nie in die Verlegenheit komme meinen Enkeln nur davon zu erzählen sondern hoffe das unser Team dann weiter anwachst 🙂

  8. mrk says:

    Danke für die tolle Geschichte! Da sollten sich mal einige angesprochen fühlen 😉

  9. frechdaxx70 says:

    Danke für diese beeindruckende Geschichte! Sie liest sich nicht nur klasse, sie hat auch noch eine wichtige Botschaft. Wollen wir hoffen, dass es nicht wirklich eines Tages soweit kommt…

  10. diltigug says:

    Hat Potential für ´nen super Mysterie oder ´nen Multi: Finde heraus, wer der Großvater ist und bringe ihn dazu dir den entscheidenen Hinweis zu geben.

  11. Spike05de says:

    Vielen Dank für die toll geschriebene Kurzgeschichte. Wann kommt das Buch dazu? 🙂

  12. Max says:

    wirklich schön geschrieben, kann man nur hoffen, das Kinder wirklich noch so zu begeistern sind für die Dinge die da draußen passieren 😉

  13. Thorwine says:

    *Gaensehaut hat*

    Gut geschrieben… koennte der Klappentext zu einem Roman sein 😉

  14. BueTriDo says:

    „…schon aus Respekt vor diesem geheimnisvollen Spiel…“

    Tja – Früher…

    Micha

  15. Magic says:

    Sehr schöne Story, die man beim Suchen und Auslegen von Cachs eigentlich immer mal durchspielen sollte damit es nicht so weit kommt wie in der Geschichte.
    Grüße aus Hessen von 3m1tmag

  16. Mezgrman says:

    Sehr schöne Geschichte – und nicht ganz unwahr!

  17. Simons Papa says:

    Chapeau! Eine wundervolle Geschichte, die hoffentlich so nie Wirklichkeit wird.

    Hmmm, andererseits würd ich mir doch wünschen, wieder ins Verborgene und Geheime zurückkehren zu können….

  18. Das ist echt eine tolle Geschichte. Sie erinnert mich spontan ein wenig an den SMÜ-Cache, der seit Jahren schon archiviert ist aber trotzdem noch funktioniert:
    http://www.geocaching-blogbuch.de/2011/01/26/auf-spurensuche-der-smue-cache-gch1pk/#more-113.
    Ganz herzlichen Dank, ich werde sie morgen gleich meinen Kindern erzählen. Viele Grüße von Zwischenmahlzeit

  19. Jörg (DWJ_Bund) says:

    Klasse Geschichte – klasse geschrieben!
    Echt toll!

    Hoffen wir, dass es keine prophetische ist.

  20. Sarah_B says:

    Wollen wir mal hoffen das aus dieser Fiktion nicht irgendwand Realität wird… Einige Owner und Sucher sollten sich diese Geschichte mal als warnendes Beispiel geben. Und die ganze PR, die in letzter Zeit gemacht wird, wird unserem Hobby auch nicht gerade förderlich sein…

    Grüße aus Offenbach/M.

  21. UFausLD says:

    Danke für die schöne Geschichte und die schöne Benutzung der Sprache – eine Wohltat!
    Die Geschichte strahlt beim Lesen eine herrliche Ruhe aus!

  22. Danke, für diese wunderschöne Geschichte, die ja -bis auf den finalen Eklat- schon lange keine Geschichte mehr ist, sondern erlebte Realität. Und weil wir liebend gerne cachen, wie der Opa mit seinem Enkel, sind wir bereits vor 3 Jahren zu einer Plattform gewechselt, bei der das möglich ist. Ja, auch wenn da öfter mal der letzte Logeintrag ein Jahr alt ist …..

    Wo das ist, wird nicht verraten 😉

    Nochmals danke!

    Viele Grüße
    Michael

  23. friederix says:

    Eine Geschichte, die einen sofort auf den TV-out-Knopf drücken läßt. Ich habe die Zeilen sehr genossen.
    Dankeschön für die wohltuenden Minuten.

    Liebe Grüße,
    friederix

  24. meinschatz71 says:

    Ich ziehe vor Dir den imaginären Hut. Eine wirklich toll geschriebene Geschichte, die, so hoffe ich, manch einen nachdenklich werden lässt.

    LG
    meinschatz71

  25. Grüner Baum says:

    Ja, dann schau mer mal, wie wir als Opas mit unseren Enkeln unserm schönen Hobby nachgehen können…

    Wunderbar erzählt – Danke!

  26. Pingback: Dosenfischen – der Podcast 145 | Geocaching Podcast DOSENFISCHER

  27. fotomike says:

    Moin, eine wirklich sehr schöne Geschichte. Ein verteilen ist sicher sinnvoll. Wenngleich die Situation im übertragenen Sinn ähnlich sein wird, wie bei Elternabenden in der Schule: Die Eltern der „Problemfälle“ erscheinen nie.

    LG fotomike

  28. casi_82 says:

    Schöne und traurige Geschichte die einen fast die Tränen in die Augen treiben könnte.

  29. haha hoho says:

    Haha:

    March 23 by biky101 (566 found)

    Vor 5 Jahren habe ich mit GeoCaching angefangen. Damals hatte es zum Ziel die neu zu erschwinglichen Preisen kaufbaren GPS-Geräte zu verwenden wobei die Umweltverträglichkeit dabei alleroberstes Gebot hatte. So waren Naturschutzgebiete genauso Tabu wie neuralgische Punkte zum Beispiel Autobahnbrücken (Verwechslung eines Cachers mit einem Terroristen der die Brücke sprengt…)

    Die grosse Kunst des Cache Aussetzens bestand darin einen noch schöneren Ort als diejenigen der bisherigen Caches zu zeigen und den Cache so zu verstecken, dass jeder Cacher ihn sofort sieht, der Cache den Nichteingeweihten trotzdem verborgen blieb.

    GeoCaching hat sich verändert: nicht zum Guten wie ich überzeugt bin.
    -Rätselcaches werden immer mehr und deren Rätsel können oft auch Fachleute nicht lösen (zB. GC1RGAH – selbst die Hilfe einer professionellen Pianistin konnte uns das Rätsel nicht lösen)
    -Caches dürfen in Naturschutzgebieten ausgesetzt werden auch wenn dadurch deutlicher Schaden an der Natur entstehen. (zB Logs von Anfangs November 2009 für GC205AW)
    -der Einsatz des GPS vor Ort ist nicht mehr zwingend erforderlich. Stattdessen ist das Cacheversteck bereits auf zB. Google maps genug genau erkennbar und die Herausforderung besteht nun darin im grossen Suchgebiet (wegen absichtlich ungenauer Koordinaten) den möglichst kleinen Behälter (nano) zu suchen welcher auch für erfahrene Cacher nur mit zusätzlichen Hinweisen (Telefonjoker) oder aber puren Zufall gefunden wird. (zB. GC2H1J8 – dessen Owner zudem DNF logs kommentarlos löscht)
    -Groundspeak setzt viel Arbeit dafür ein, die Möglichkeiten der nichtzahlenden Mitglieder immer mehr einzuschränken und die verbliebenen Möglichkeiten immer neu umzugestalten. Vermutlich wird damit beabsichtigt die nichtzahlenden Mitglieder zum upgrade oder vielmehr zum Zahlen zu bewegen (dabei kam es auch schon vor, dass nach einer Anpassung die hidden Waypoints eines Multis offen sichtbar blieben).
    -viele Logeinträge lesen sich mehr wie ein chatprotokoll oder es wird gar nichts geschrieben weil man nur wegen der Statistik loggt
    -Immer mehr Caches werden an Orten versteckt wo das Loggen bzw. das vorgängige Suchen Aufmerksamkeit erweckt oder vielmehr erwecken sollte und von den Muggels die Polizei informiert wird/werden sollte. Dies ist nur wegen der Gleichgültigkeit der Gesellschaft möglich und GC fördert mit solchen Aktionen diese Gleichgültigkeit.
    -Caches werden von den Reviewern unterschiedlich behandelt: Reviewer Antefix schrieb mir am 17.1.2011
    „Es gibt eine ganze Anzahl von Caches in der Schweiz, die schon seit Monaten (oder gar Jahren) ein „needs maintenance“ Attribut aufweisen.“ (Diese Antwort bekam ich auf meine hilfreich gemeinte Anfrage/Hinweis auf einen Nano, dessen Logstreifen von mehreren Cachern als übervoll bzw. nicht mehr loggbar geloggt wurde und dessen Owner seit 2 Monaten nicht mehr eingeloggt war.). Weniger privilegierte Caches erhalten dagegen bekanntlich schon nach drei Monaten eine Ermahnung das Needs Maintenance Attribut zu löschen, sprich den Cache zu warten.

    Wegen diesen Gründen ist nun Schluss mit GC. Denn ich werde nicht mehr dabei sein, wenn die Geschichte unter folgendem Link: (visit link) wahr geworden ist. Denn es ist für mich keine Frage, dass sie wahr werden wird, sollte GC so weiter machen.

  30. Ogerma says:

    SUUUUPER Geschichte, trauriger Kontex.
    Die Erzählung hat mir sehr gut gefallen und auch ich hoffe, dass wir nicht in den Untergrund abtauchen müssen.

  31. Sarah_B says:

    Leider sind wir heute schon so weit, das diese Geschichte wahr werden könnte. Aktuell hat z.B die Gemeinde Langenselbold im Main-Kinzikkreis/Hessen mehrer Caches zwangsarchvieren lassen, weil sie ihren Wald sauber halten wollen – mehr dazu siehe hier: http://www.geoclub.de/viewtopic.php?f=23&t=55390

    Zuviele Cacher / zu viele (sinnlose) Dosen = ENDE

  32. Alpini says:

    Hm,
    schoene Story mit leider heute schon wahren Anklaengen. Bevor wir die beschriebene STILLE danach haben, wird es sicher aber noch ein paar unruhige Zeiten geben…
    Vielleicht kommt es ja auch so, dass die Spieler aufhoeren, weil es eben nicht mehr die schoenen Orte sind, an denen die Dosen liegen, oder weil das ganze sich eh zu Muenztauschabenden mit Currywurst wandelt… LOL

  33. bergstrolch says:

    Ich bin beim Wandern und Umhertigern in der Natur zufällig aufs Geocaching gestossen und seit ein paar Monaten mit Begeisterung dabei. Diese Geschichte scheint mir leider sehr realistisch. Warum werden beim Suchen von gewissen Cachern Dinge weggeschraubt und nicht wieder montiert? Warum können einige ihrem Ehrgeiz nicht ein wenig Verstand entgegensetzen und halt mal auf einen Smiley verzichten, wenn die Suche in bewohntem Gebiet die Bevölkerung offensichtlich ängstigt und misstrauisch macht? Sollte vielleicht die Cachergemeinde websitemässig aufgeteilt werden in Sportcacher (möglichst viel und möglichst schnell zu jedem Preis..) und Genusscacher (der Weg ist das Ziel, schöne neue Orte kennenlernen, Herausforderungen in der Natur meistern..)? Ich würde jedenfalls gerne das Doppelte an Membership bezahlen, wenn dafür die Reviewer bessergestellt würden und zur Vermeidung einer solch traurigen Apokalypse die Caches strenger (und vor allem vor Ort!) kontrollieren könnten. Manchmal würde es auch nur schon reichen, einen klaren Hinweis im Listing vorzuschreiben (z.B. „bitte an den Wandleuchten keine Zierdeckel abschrauben“), wie dies viele Owner zum Glück von sich aus schon tun.

  34. Grubenhunde says:

    Eine schöne und traurige Geschichte. Leider erkennt man in dieser Zukunftsvision viel von der Gegenwart. Früher kam man sich als Geocacher fast wie ein Mitglied einer Geheimorganisation vor. “ Du bist Geocacher ?“ „Was ist das ?“ Im Zeitalter der Smartphones und Gratis-Apps ist es leider eine Massenbewegung geworden.Natürlich ist es schön, wenn viele dieses interessante Hobby ausüben, aber ich habe den Eindruck, das eigentliche Ziel des Cachens ist in Vergessenheit geraten. Location ist egal, hauptsache man kann den schnellen Punkt machen. Was habe ich von 50 Punkten an einem Tag, wenn ich mich schon nicht mehr an die einzelnen Dosen erinnern kann? Es ist doch toll, wenn man sich noch Jahre später an tolle Caches erinnern kann. Aber jetzt ,(fast) nur noch ran an die Dose , ohne Rücksicht auf Natur und Umgebung. Vielleicht ist dies auch der Grund für die verstärkt auftretenden Dosendiebstähle. Viele Freunde machen wir Cacher uns im Kreis der Naturschützer, Forstleute und anderer Personen momentan nicht.
    Es wird Zeit, das wieder ein Umdenken eintrifft. Aber ich habe da meine Zweifel.
    Wie schon oft zitiert: Der Weg ist das Ziel.

  35. Florian says:

    Danke, für diese wundervolle Geschichte! Möge es nie so weit kommen.

    LG FLo

  36. thejack7 says:

    „T4Tstory“ – alles andere ist Beilage …

  37. Team Maliko says:

    Absolute Gänsehaut beim lesen der Geschichte….

  38. weitsicht says:

    Gute geschichte. Allerdings eher eine gegenwartsgeschichte. Schade schade

  39. Erdferkelin says:

    Sooo eine schöne Geschichte !!!
    Aber nicht realistisch: Geocachen wird nicht verboten werden, wie denn auch. Da müsste man vorher eine ganze Menge anderer Freizeitbeschäftigungen verbieten.
    Es wird noch viele Jahre so weiter laufen und immer mehr werden. Bis irgendwann eines Tages ein neuer Trend aus irgendeinem entfernten Land zu uns herüber schwappt und das Interesse am Geocaching wieder zurück geht. Dann bleiben am Ende nur noch die ganz enthusiastischen, die dann irgendwann ihr goldenes Cacher-Jubiläum feiern können.

  40. lev_jung says:

    Eine sehr schön geschriebene Geschichte und ich hoffe, dass sie niemals wahr wird.

  41. Lord Harry says:

    *schnief*
    da bekommt man richtig feuchte Augen…
    Sehr toll geschrieben, Danke!!

  42. freches-hexle says:

    Eine Geschichte, die irgendwann Realtität wird….traurig, aber wahr.
    Mir geht es genauso, wie vielen Cachern, die schon vor mind. 4 Jahren angefangen haben….(bei mir sind es 5 Jahre).
    Damals war Geocaching nicht so publik und es war noch was geheimnissvolles….
    Es wurden Caches an Stellen gelegt, die einen besonderen Ort zeigen (Geschichtsträchtig, besonders schöne Aussicht, etc)…
    Es wurde sorgsam mit den Caches umgegangen und der Müll wurde auch wieder mitgenommen…..
    Seitdem Caching publik geworden ist, wird es immer schlimmer…. Leitplankendosen, Dosen an Zigarettenautomaten, Dosen an Briefkästen…etc. Da haben die Dosenfischer mit dem Text in einem ihrer Lieder vollkommen recht.

    Mittlerweile bieten Gemeinden für die Touris Geocaching-Touren an, das bringt ja Geld….
    Therapeuten machen mit den suchtgefährdeten Jugendlichen Geocaching, quasi als Therapie….
    Zeitungen, TV und Radio machen es immer publiker….
    Handys ermöglichen mittlerweile jedem, diesem Hobby zu frönen…
    Kaum hat ein „Neuling“ 10 Dosen gefunden, legt er schon eigene ….
    Power-Trails werden aus dem Boden gestampft und hinterher wundern sich einige, warum diese Trails trotz Verbote mit dem Auto abgefahren werden….
    Punktegeile Cacher düsen mit Autos gesperrte Wege entlang, da sie keine Lust zum gehen haben….
    Und dann wundern sich immer noch einige, das ein einstmal wirklich schönes Hobby so in Verruf gerät????
    Bleibt nur die Hoffnung, dass viele den Spaß verlieren, der Geomüll eingesammelt wird und Geocaching wieder das wird, was es mal war…. ein schönes Hobby, bei dem man in die Natur geht und nicht gegen die Natur

  43. Karsten (Yeahger) says:

    +1

    Ups ich meinte eigentlich [b]1+[/b], sorry Macht der Gewohnheit. ;-.p

    Zur der Idee mit dem „passenden“ Multi fiel mir ein: Ich bin zumindest schonmal (der) Vater und ich freue mich riesig darauf auch einmal (der) GV zu werden. Ich hoffe trotzdem bei meiner Tochter dauert es noch eine Weile… ;-.)

    @DLS
    Tut mir leid, aber IMHO ist es eher schon ein Flächenbrand und ich bezweifle, daß der noch zu stoppen sein wird. Nicht, daß ich das jetzt unbedingt bedauern würde… Ich finde die Geschichte einfach nur toll. Geradezu genial! Ich hab sie eben erst zufällig gefunden und verschlungen und dabei Gänsehaut bekommen. Ich dachte so bei mir… Wenn die Geschichte nicht schon geschrieben wäre, müsste ich es wohl tun. Was zahlt eigentlich Amazon für so eine niedliche kleine Werbung? ^^

    In diesem Sinne…

    Bis bald im Wald!

  44. MTKEus says:

    Sehr schöne Geschichte, die leider immer mehr an Wahrheit bekommt.
    GC ist mittlerweile „in“, d.h. es kommen immer mehr dazu, denen die Natur völlig egal zu sein scheint, die nur mitmachen, weil es angesagt ist.
    Dabei gibt es klare Regeln und was im normalen Leben verboten ist, ist es bei gc erst recht.
    Ich denke, die aufkommende Diskussion mit groundspeak und den Reviewern ist sinnvoll, um ein Verbot, wie in der Geschichte beschrieben, zu verhindern.
    Jeder Owner sollte sich aber auch mal seine eigenen Caches ansehen, ob da wirklich alles regelgerecht ist. Und 15 m vom Weg entfernt ist nicht direkt am Weg!
    In dem Sinne. Frohes Suchen

  45. Andi Weiss says:

    Eine schön geschriebene Geschichte. Wollen wir mal hoffen, dass es nicht so weit kommen wird. Wenn alle mit Vernunft und Verstand dem Hobby nachgehen, werden wir einen gemeinsamen Weg finden und Geocaching aufrecht erhalten können. 🙂 Danke für die Geschichte. LG

  46. Pingback: [Cacherwelt] Eine Geschichte zum nachdenken. | Geocaching-Franken

  47. Altcacher says:

    Nette Geschichte. Und das putzigste daran ist die hach so betroffene Reaktion all der Leutchen hier. Wen ich mir einige Namen ansehe… ja, das passt.

    „Aber es gibt wieder einige Spieler. Sie verstehen es mittlerweile, das Spiel auf eine Art zu spielen, die andere nicht belästigt, den Beteiligten aber trotzdem viel Freude bereitet”. Seitdem gibt es auch keine Probleme mehr.“

    Für mich ist das eine *positive* Vision. Endlich wieder cachen ohne MegaEvents, Geocacher-Shops und Powertrails. Ohne die ganzen Idioten. Im Verborgenen. Wie früher. Hoffentlich erlebe ich es noch.

    Altcacher

  48. @Stoppelhopser@ says:

    Eine nette kleine Geschichte die wirklich zum Nachdenken verleitet.

    Nun bin ich selber Großvater von zwei süßen Mädels und frage mich,
    ob sie mich auch eines Tages diese Frage stellen.

  49. geocacher says:

    Die Dose in der Story war an einer Baumwurzel vergraben und wurde „als wenn eine Baggerschaufel das Loch aufriss“ ausgebuddelt??? Das ist ja gleich das erste, was man tun kann, um sich den Ärger von Waldbesitzern zuzuziehen und das Geocaching an sich in Verruf zu bringen. Kein Wunder…

  50. Grubenhunde says:

    Nach 1,5 Jahren habe ich mir die Geschichte nochmal angeschaut und muss leider mit Erschrecken feststellen, das wir ihr immer näher kommen. Es hat leider
    noch immer kein Umdenken stattgefunden. Die gemütlichen Multi-Spaziergänge gibt es fast kaum noch. Stattdessen werden immer mehr große Dosenrunden herausgebracht. Hier sind doch in einer Woche mehr Cacher als bei manchen Multis in einem Jahr. So sieht es dort doch auch leider aus.
    Die Natur bleibt leider weiterhin auf der Strecke. Geocachen ist eine Massenbewegung geworden und Massenbewegungen waren noch nie gut für die Umwelt.

  51. SOS51-Team says:

    Diese Geschichte hat uns tief berührt.
    Wir haben uns erlaubt, diese Story in unserem Profil zu verlinken.
    Wir sind sprachlos . . .

  52. 10Maddy10 says:

    Auf die Frage eines Reportermuggels, warum Geocaching nicht viel stärker in die Öffentlichkeit getragen wird, diesen Artikel noch einmal ausgegraben. Tatsächlich sind wir einige Schritte weiter in Richtung Untergang gegangen, seit ich den Artikel das letzte mal laß. Jedoch habe ich das Gefühl, das vor allem „Altcacher“ immer wieder Probleme damit haben, sich an die Regeln zu halten (siehe Diskussion um den Reviewer eigengott).
    Ich hoffe, das wir es schaffen, wieder einen ordentlichen Weg zu betreten.

  53. Julian says:

    Gerade erst auf diesen Artikel gestoßen. Und selbst noch eher ein „Frischling“ (angefangen > 2 Jahre Pause > intensiver begonnen). Und doch ist die Geschichte tragischerweise irgendwo richtig. Was bisher auffiel:

    – Die teilweise Hinrissigkeit mancher Cacher. Da hast einen PT bei dem alle Dosen direkt am asphaltierten Weg liegen und gestandene Cacher (vierstellige Funde) klettern über Zäune bis in Privatgrund. Trampelpfade im Wald wie am Schlachtfeld. Da hast einen todeindeutigen Hint zu schöner Dose und die Leute graben fünf Meter weiter in einem Blumenbeet alles um.

    – Leute, die denken, wenn man sich eines Hinweises, Telefonjokers, Spoilerbildes oder einfach nur des Lesen eines Listings bedient, sei man kein richtiger Cacher, dafür aber jede Menge Schaden anrichten indem sie wie wild herum springen.

    – Die „ich darf alles“ Mentalität. Da werden Hetzjagden auf Reviewer veranstaltet infolge gerechtfertigter Archivierungen. Da streiten Owner monatelang mit den Bundesforsten herum wegen eines (!) Vogelhäuserl. Da wird beim einem Kraxelbaum einmal alles abgesägt, weil’s doch sonst zu einfach für einen T4 wäre.

    – Das Massenphänomen. Mittlerweile legen z.T. sogar Gemeinden auf Almen alle möglichen Statistikdosen, grad um ein paar Nächtigungen mehr zu bekommen (hat sich herum gesprochen…)

    – Die nicht fachkundige Verwendung mancher von Ausrüstung. Wie manche Leute ihre Seile in den Baum schießen ist irgendwo zwischen Tod dem Baum und Selbstgefährdung.

    Vor ich etwas kaputt mache, frage ich einen Vorfinder. Bevor ich wild in der Vegetation herum springe überlege ich logisch wo er sein könnte und mache die Augen auf. Wenn ich etwas nach einiger Zeit nicht finde, versuche ich lieber ein andermal mein Glück als mit der Brechstange zu agieren. Hinweise sind aus gutem Grund oft angegeben. Etwas das nicht einfach geht, geht in der Regel auch nicht mit Gewalt. Die Natur soll ich auch noch meinen Kindern zeigen können. Listings dürfen auch gelesen werden.

    Leider sind’s auch wirklich oftmals ‚Altcacher‘ die die guten SItten bereits längst abgelegt haben, und manche ‚Jungcacher‘ orientieren sich daran. Ich will aber neue, schöne Orte kennenlernen und hinterlasse deshalb jede Örtlichkeit auch so, wie ich sie selbst vorfinden will. Ein einziges Mal hab‘ ich für einen STF alles umgegraben, und ich schäme mich immer noch dafür.

  54. Patrick Moe says:

    Eine Geschichte, die gleichermaßen so toll ist, wie auch außerordentlich traurig..!
    Hoffentlich kommt es nie so weit.

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